Unser KoselDie Feuerwehren

Neuigkeiten rund die Feuerwehren

Schrecksekunde für die Kyffhäuser-Jugend, die am Freitagnachmittag wie gewohnt auf dem Schießstand trainierte. Kurz nach 18 Uhr wurde sie von Feuerwehrleuten vom Schießstand geholt: Feuer und Rauchentwicklung im frisch renovierten Vereinsheim. Was sich im ersten Moment als bedrohliche Situation darstellte, war an diesem Tag allerdings lediglich eine simulierte Gefahrensituation, die die Freiwillige Feuerwehr zur erfolgreichen Prüfung zum Roten Hahn II zu absolvieren hatte.

26 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren angetreten, um sich dem fünfköpfigen Prüfungsteam zu stellen. Im ersten Teil der umfangreichen Prüfung wurden Ausrüstung und Geräte beziehungsweise Fahrzeugzustand geprüft. Der Sicherheitsbeauftragte, Markus Peters, hatte einen Bericht zu seinen Aufgaben zu geben. Insgesamt seien 13 Kategorien zu prüfen, erklärte Heinrich Möller, Mitglied der Prüfungskommission und Amtswehrführer aus Molfsee. In jeder Kategorie werden zwischen einem und neun Punkte vergeben. So setze sich am Ende das Prüfungsergebnis zusammen.

Der erste Grundlagenteil gibt Auskunft über die Ausstattung und den Zustand der Wehr. Im zweiten Teil ging es dann an die praktische Arbeit. Gemeinderatsmitglied Hartmut Keinberger war als Zuschauer gekommen und erinnerte sich an seine eigene Zeit als aktiver Feuerwehrmann. "In dieser Prüfung werden die originären Aufgaben der Feuerwehr gezeigt. Nicht selten ergeben sich im Einsatz wirkliche Gefahrensituationen für die Opfer und die, die helfen". Er fand es spannend, der Feuerwehr im Einsatz zuzusehen. Mit der angemessenen Ruhe und einem hohen Maß an Disziplin gingen die Feuerwehrleute unter der Leitung von Gemeindewehrführer Marco Wolfmüller ihre Aufgaben an und waren am Ende erfolgreich. Mit der Note "gut" bestanden sie die anspruchsvolle Prüfung. 

Stolz über dieses Ergebnis zeigte sich auch Bürgermeister Dr. Heinz Zimmermann-Stock, der von Anfang an großes Vertrauen in die Koseler Wehr hatte. "Unsere Wehr ist mit dem neuen Fahrzeug und den Atemschutzgeräten gut ausgerüstet", wusste er schon zu Beginn der Übung. Auch sein Vertrauen in den Gemeindewehrführer war groß: "Wir haben mit Marco Wolfmüller einen souveränen Mann." Dieser hatte das oberste Ziel, die Menschenrettung, immer im Auge und delegierte seine Feuerwehr gekonnt zum erfolgreichen Abschluss der Prüfung. Zimmermann-Stock sah sich in seiner Einschätzung bestätigt. "Mit dieser Leistung haben die Feuerwehrleute den Schritt von der Pflicht zur Kür vollzogen", so der Bürgermeister, der auch darauf hinwies, dass die Mitgliederwerbeaktion der Wehr bereits zur Aufnahme von acht neuen Freiwilligen geführt habe. Eine beachtliche Leistung, die auch durch die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde befördert wurde. Amtswehrführer Uwe Wichert beförderte abschließend noch Markus Peters zum Oberlöschmeister. So endete eine anstrengende Prüfung erfolgreich und wurde bei einem deftigem Eintopf gemeinsam gefeiert.

2833 | 645 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 09.03.2013

Quellenangabe und Copyright:
17.09.2012 | Iris Haulsen | Eckernförder Zeitung, shz.de
http://www.shz.de/lokales/eckernfoerder-zeitung/von-der-pflicht-zur-kuer-id228857.html