Der Landwirt aus Eschelsmark würde sich an einem „Runden Tisch“ beteiligen, wie bei einer Infoveranstaltung am Mittwochabend ins Gespräch gebracht wurde (siehe diese Seite). Er sei immer froh, wenn er über sein Vorhaben, den Bau eines Hähnchenmaststalls, aufklären könne. „Viele wissen nicht, was ich vorhabe“, sagt er und fragten ihn auch nicht. Wer denkt, seine Anlage sei vergleichbar mit der, die Dirk Steffens in seinem Film „Projekt Hühnerstall“ als konventionelle Anlage vorstellte, der irrt. Hansens Anlage wird nach neuesten Erkenntnissen und Auflagen nach dem Siegel Tierwohl gebaut. Das heißt, Hansen wird unter anderem maximal 18 Tiere je Quadratmeter Stall halten, gegenüber 24 Tieren, wie in der Anlage im Film. Hansens Tiere werden Tageslicht haben, es werden Fenster eingebaut und der Boden und der Einstreu werden den Tieren natürliches Scharren ermöglichen. Es werden sowohl Strohklappen als auch Picksteine eingebracht, um den Tieren Beschäftigung zu ermöglichen. Grundsätzlich ist ihm das Wohl seiner Tiere wichtig, und das möglichst ohne Medikamente.

Anstatt den Bau von neuen Ställen, die höhere Anforderungen an die Haltung erfüllen müssen, zu verhindern, sollten eher Altanlagen ersetzt werden, schlägt Hansen vor. Wenn es Landwirten erleichtert würde, Altanlagen durch neue zu ersetzen, dann könnte man sicher mehr erreichen, so seine Vermutung.

Über seinen eingereichten Bauantrag wurde noch nicht entschieden, teilte Hansen mit. dis

411 | 104 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 12.01.2018

Quellenangabe und Copyright:
12.01.2018 | Dirk Steinmetz | Eckernförder Zeitung, shz.de
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