„Frischer als hier auf dem Wochenmarkt in Kosel bekomme ich keinen Fisch“, erzählt die langjährige Vorsitzende des Koseler DRK weiter. Auch Dörthe Bartels hat ihren Einkauf erledigt. Mit Käse und Fisch geht es nach Hause. „Der Markt hier ist sehr praktisch“, sagt sie, so spare sie mehrere Autofahrten nach Eckernförde oder Rieseby. Beide Strecken seinen besonders zurzeit wegen den Sperrungen nicht schön zu fahren.

Im Mai 2017 hatte der kleine Markt mit drei Ständen auf dem Platz vor dem Kaufladen erstmals geöffnet. Inzwischen wollen viel Koseler, und auch Kunden aus der Umgebung, die Versorgungsmöglichkeit in der Koseler Ortsmitte nicht mehr missen. Allerdings hat Kosels Bürgermeister Hartmut Keinberger die Sorge, dass am Ende nicht genug Kunden das Angebot zur Nahversorgung nutzen und die Marktbeschicker ihre Verkaufswagen woanders aufbauen. Um dem vorzubeugen, möchte er gerne in die neue Gemeindevertretung verschiedene Ideen einbringen, um die Attraktivität des Marktes zu erhöhen. So könnte vielleicht mit Schildern in der Ortsdurchfahrt auf das regelmäßige Marktangebot mit entsprechen Angaben hingewiesen werden. Eine weitere Idee ist, mit einem Flyer die Haushalte im Ort und Umland über das Angebot zu informieren. Dienstags ist von 8-12 Uhr ein Wagen von Fleischer Joachim Stocks aus Ascheffel da. Ab 12 Uhr werden an einem anderen Stand Falaffel in Bioqualität angeboten. Am Donnerstag (8-12 Uhr) ist der Fleischer erneut da. Dann bieten auch die Holtseer Meierei ihre Käse- und Milchspezialitäten und Kai Richter aus Büdelsdorf Frischfisch an. Ergänzt wird das Angebot täglich durch den Kaufladen von Bäcker Dirk Rehbehn aus Ascheffel.

Mit dem Angebot und vor allem der Qualität der Produkte sind Antje Rewer und Dörthe Bartels sehr zufrieden. „Wir haben über zehn Jahre gewartet, bis in Kosel endlich wieder ein Kaufmann, später auch der Markt hier öffnete“, ergänzt Helga Junge. Wenn das wieder wegfallen würde, das wäre sehr traurig. In ihrem Bekanntenkreis machen die Damen kräftig Werbung, denn ohne Markt würden ja vor allem die ohne Pkw nur umständlich zum Einkaufen kommen.

Dass der Wochenmarkt nicht nur für Koseler interessant ist, ergänzt Erika Großmann. Die Kochendorferin kommt jede Woche und holt sich frische Sachen. Sie nutzt dabei die Möglichkeit, besonderes Fleisch am Dienstag für Donnerstag vorzubestellen. Sie ist froh, dass in Kosel noch ein Einkauf möglich ist, Kochendorf selber sei ja ein reines Schlafdorf, sagt sie. Sie kenne auch Kunden, die sogar aus Fleckeby zum Markt kommen, weil eben die Qualität so gut sei. dis

525 | 112 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 03.06.2018

Quellenangabe und Copyright:
02.06.2018 | Dirk Steinmetz | Eckernförder Zeitung, shz.de
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