Regen Diskussionsbedarf gab es bei der Sitzung der Gemeindevertretung in dieser Woche zum Aufstellungsbeschluss für die 19. Änderung des F-Plans für das Gebiet „Sondergebiet Bauunternehmen in Koselfeld“ sowie den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen B-Plan Nr. 16 für das „Sondergebiet Bauunternehmen in Koselfeld“. Hierbei brachte die Fraktion der Grünen, wie schon im Bauausschuss, ihre Kritik, vor. So würde die Gemeinde einen Präzedenzfall schaffen und die betreffende Fläche liege im Landschaftsschutzgebiet. Am Ende stimmte die Vertretung unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Keinberger mit 9 Ja- und 4 Nein-Stimmen für die Aufstellungsbeschlüsse.

Einigkeit zeigte die Gemeindevertretung bei der Abstimmung folgender Tagungsordnungspunkte:

Für die Sanierung der Straße Hasenmoor wird der Bürgermeister ermächtigt, ein Ingenieurbüro zur Grundlagenermittlung und Kostenschätzung zu beauftragen. Die Kostenschätzung wird rund 5000 Euro kosten.

Die Gemeinde beschließt die Gemeindewahl vom 6. Mai für gültig.

Für die Kläranlage in Kosel wird die Erneuerung der Messtechnik beschlossen. Der Bürgermeister wird ermächtigt, Kostenangebote einzuholen. Zwei Sauerstoffmessonden in den beiden SBR-Reaktoren des Klärwerks müssen erneuert werden. Es wird mit rund 20 000 Euro gerechnet.

Die Straße Gallbergring erhält 16 neue Straßenlaternen, die Mittel in Höhe von 21 000 Euro werden in den Nachtragshaushalt 2018 eingestellt. Vor Jahren war auf die Erneuerung verzichtet worden, als noch eine Straßenausbaubeitragssatzung angewendet werden musste.

Einstimmig gegen die Erstellung eines Quartierskonzeptes auch für den Ortsteil Bohnert sprach sich die Vertretung aus. Ebenso wie die Empfehlung des Bau-, Wege- und Umweltausschusses rät auch die Vertretung, vorerst abzuwarten.

Einstimmig abgelehnt wurde das Sanierungsmanagement für das Quartierskonzept Ortsteil Kosel. Dieses sah auf der Grundlage des erarbeiteten Quartierskonzeptes die Umsetzung eines Wärmeverbunds Alte Schule, die Entwicklung von Solarthermie, die Entwicklung des restlichen Quartiers, die Initiierung zur Sanierung von Wohngebäuden und Öffentlichkeitsarbeit vor. Der Kostenaufwand läge bei 93 000 Euro, wobei abzüglich Fördermitteln rund 14 000 Euro bei der Gemeinde verblieben. Die Umsetzung war auf zwei Jahre angelegt.

In seinem Bericht gab Bürgermeister Keinberger einen Überblick über die jüngsten Aktivitäten. Im Rahmen des Wasserrahmenrichtlinien (WRRL)-Monitorings des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Ländlicher Raum (LLUR) wurden neben Tauchuntersuchungen im Bültsee auch Drohnenbefliegungen vom Forschungsteam Submaris durchgeführt.

Für die Verrohrung der Brücke der Norbyer Au in Bohnert wurde eine sogenannte Blase gekauft, die zur Stauung des Fließwassers genutzt wird und notfalls auch zur Flächenfeuerbekämpfung genutzt werden kann. Die Untere Naturschutzbehörde hat die Anlage eines Kleingewässers zum Zwecke des Amphibienschutzes mit einer Größe von 250 Quadratmetern zwischen Marienholzer Weg und Söhlredder angekündigt.

In nicht-öffentlicher Beratung wurde für die juristische Beratung beim geplanten Planfeststellungsverfahren für die Einrichtung und den Betrieb einer Deponie an der B 76 gestimmt, teilte Keinberger auf EZ -Nachfrage mit.

Christel Fries

196 | 104 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 12.09.2018

Quellenangabe und Copyright:
08.09.2018 | Christel Fries | Eckernförder Zeitung, shz.de
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